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Wappen der Familie Winhart (Oberbayern)

jebaha
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Wappen_Winhart.jpg
Dieses Wappen ist den Erzählungen nach seit Jahrhunderten im Besitz der Familie Winhart, heute Glonn, Landkreis Ebersberg in Oberbayern.
Der erste uns bekannte war Christophorus Winhart, geb. ca. 1640 - 1650, vermutlich aus Schrobenhausen oder Vohburg an der Donau und soll einem verarmten Rittergeschlecht entstammen, die später Raubritter wurden. Diese Familienmär ist nicht verifiziert.

Sein Sohn Johann Winhart wurde am 18.05.1670 in Schrobenhausen geboren, zog ca. 1696 nach Grafing im Landkreis Ebersberg und starb dort am 18.02.1745.
Ab ca. 1788 lebten meine direkten Vorfahren, in deren Besitz das Wappen ist, dann im Markt Glonn, Landkreis Ebersberg.

Die Winharts waren über die Jahrhunderte hinweg immer Bäckermeister und Landwirte, etliche jüngere Kinder wurden Pfarrer und Nonnen.

Kann jemand Näheres dazu sagen oder was das Wappen bedeutet?

duppauer
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Es gibt hierzu ein identisches Wappen zu den Namen Winhart.
Wappensammlung Siebmacher Bürgerliche, bd. 4, Seite 49, Tafel 58
https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PP ... %22:0.436}
https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PP ... %22:0.454}

Text::
Winhart, Siegmund aus Güglsberg (Altbayern) siegelte 1415
Wappen: Aus Dreiberg wachsend ein Pallisadenpfahl, oben von einem Pfeil durchschossen. Helm Flug.

Hierbei sind die Farben des Wappens aber unbekannt.
Über die Symbole im Wappen kann man nichts sagen, solange der Wappenstifter dazu nichts festgelegt hat, oder sicher übermittelt wurde, ist alles reine Spekulation!!!

Sie müssten nun ihren direkten männlichen Vorfahren auf diesen Sigmund Winhart zurückverfolgen können um das Wappen führen zu dürfen.
Denn Namensgleichheit bedeutet nicht gleich Wappengleicheit!

MfG
Duppauer

jebaha
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Sehr geehrter Herr Duppauer,

haben Sie ganz herzlichen Dank für die interessanten Informationen.

Ich habe eine Cousine kontaktiert, die das gestickte Wappen hinter Glas in einem Rahmen besitzt. Dieses gestickte Bild ist wesentlich älter als das gemalte Aquarell, und darunter steht tatsächlich die Jahreszahl 1415, mit der wir jedoch bisher nicht viel anfangen konnten, weil der uns bisher bekannte Spitzenahn Christophorus Winhart ist, der ca. 1580 geboren wurde.

Allerdings war in so gut wie jeder Winhart-Generation seither auch immer einer mit dem Namen Sigmund, daher liegt die Vermutung nahe, dass der Sigmund Winhart, der 1415 das Wappen anfertigen ließ, ein Urahn ist, zumal der Name Winhart in Deutschland sehr selten ist und die Familie aus Altbayern stammt.

Jetzt gilt es - wie Sie bereits schrieben - herauszufinden, ob noch Dokumente bzw. Aufzeichnungen erhalten sind. Leider konnte ich Güglsberg bisher noch in keiner alten Karte finden, aber ich suche weiter. Ich vermute, Sie kennen diesen Ort auch nicht?

Haben Sie jedenfalls nochmals ganz herzlichen Dank für Ihre Bemühungen, die uns doch einen Schritt weitergebracht haben

Freundliche Grüße
Jeanette Bachmann

jfeichtinger
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Bitte zu Bedenken, dass ein Stammbaum bis ins 16. Jahrhundert schon recht außergewöhnlich ist. Die Geschichten vom Raubritter usw entstammen oft der Romantik, auf das kann man sich nicht verlassen. Es kam auch häufiger vor, dass Zweige einer Familie adelig sind, andere aber nicht. Ohne einen lückenlosen Stammbaum zu einem adeligen Vorfahren (in männlicher Linie) bleibt alles nur spekulativ (und eine nette Familiengeschichte). In den vielen Kriegswirren, speziell im Dreißigjährigen Krieg, ging viel Schriftliches verloren, Leute mussten fliehen, ähnlich wie bei den Hugenotten. Es kann tatsächlich sein, dass die Vorfahren mal adelig lebten, dann aber verarmten. mfG JF

duppauer
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Hallo jfeichtinger ,

sicherlich ist es ungewöhnlich einen Stammbaum bis ins 16 oder sogar 15 Jahrhundert zurückzuverfolgen. Ich selber kann meinen Stammbaum bis ins 15 Jahrhundert zurückverfolgen.
Bei der Familie Winhart, siegelte lt. Siebmacher ein Sigmund 1415 aus Güglberg (Altbayern) mit dem Wappen.
Es handelt sich hier nicht um ein adeliges Wappen, sondern um ein bürgerliches Wappen! Deshalb findet es sich auch im Siebmacher Bürgerliche Wappen!
Jeanette muß nun einen direkten Bezug in männlicher Linie, zu diesem Siegmund in ihrer Ahnenforschung finden um das Wappen führen zu können. Führt Jeanette den Namen Winhart als Familiennamen nicht mehr, ist die Führungsberechtigung für dieses Wappen erloschen. Denn das Wappen ist immer an den Namen gebunden!

Herzliche Grüße
Dieter

jebaha
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Hallo und danke für die beiden Antworten.

Nein, ich persönlich führe den Namen Winhart nicht, meine Mutter war eine geborene Winhart, aber es gibt noch einige Namensträger. Aber das macht auch nichts, denn es ist ja von keinerlei praktischem Wert, wir wollten nur gerne wissen, was es bedeutet, für uns als Nachkommen hat es nostalgischen Wert, denn wer siegelt heute noch?
Ich persönlich schreibe selbst so gut wie keine Briefe mehr - Email ist schneller und praktischer.

Die Winharts waren immer - soweit wir sie zurückverfolgen konnten - über Jahrhunderte hinweg Bäckermeister, also Handwerker und nicht adelig, daher passt es als bürgerliches Wappen. Bei unserem Spitzenahn steht im Kirchenbuch auch "Bäcker und Bürger allhier".

Leider habe ich festgestellt, dass die Kirchenbücher in Schrobenhausen nicht so weit zurückführen wie nötig. Das ist schade, aber wie schon von JFeichtinger erwähnt, sind in Kriegswirren u.a. Verwirrungen viele Bücher zerstört wurden.

Nochmals ganz herzlichen Dank und freundliche Grüße
Jeanette Bachmann

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